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Jubiläum 2020 in Rheinpfalz

 

Besonderes Jubiläum in einer besonderen Zeit

Leute im Landkreis: Die Mutterstadterin Angelika Grothe gibt seit 20 Jahren als Dirigentin beim Kirchenchor St. Medardus den Ton an

Von Mechthild Möbus

 

Mutterstadt. Musik, insbesondere Kirchenmusik, und das Singen sind ihre Leidenschaft: Angelika Grothe hat in Mutterstadt nicht nur schon die Kleinen für Musik begeistert, sondern im gerade erst ausgeklungenen alten Jahr auch ihr 20-jähriges Dirigentenjubiläum mit dem Kirchenchor St. Medardus des Pfarr-Cäcilien-Vereins gefeiert.

In Zeiten von Corona ein Jubiläum zu feiern, ist nicht einfach und manchmal auch unmöglich. Doch der Kirchenchor St. Medardus konnte mit seiner Dirigentin Angelika Grothe ihr 20-jähriges Jubiläum als Leiterin des Chors würdig und vor allem auch stimmungsvoll mit Kirchenmusik feiern natürlich am 22. November, dem Gedenktag der Heiligen Cäcilia, der Patronin der Sänger und des Kirchenchors.

Ich singe, seit ich denken kann, in verschiedenen Chören , erinnert sich Grothe, deren Eltern Erika und Konrad Heller schon seit vielen Jahren im Kirchenchor singen und ihre Tochter wie auch weitere Familienangehörige für die Musik begeistert haben. Im Alter von 16 Jahren hat Angelika Grothe ihre dreijährige Ausbildung zur C-Kirchenmusikerin in Speyer begonnen: Es war von Anfang an klar, dass ich etwas musikalisches neben meinem Beruf machen möchte, weil ich Kirchenmusik mag , erklärt sie.

Im Hauptberuf arbeitet sie in der Frühförderung am Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation in Frankenthal. Ab ihrem 19. Lebensjahr hat sie verschiedene Kinderchöre geleitet so auch in Schifferstadt unter Leitung des damaligen Diözesanmusikdirektors Dietmar Mettlach: Ich habe die Vorchorarbeit mitgetragen und später auch selber einen Kinderchor geleitet , erzählt Grothe.

Auch in Mutterstadt engagierte sie sich musikalisch: Hier habe ich 1999 den Kinderchor und die Singschule St. Medardus aufgebaut. Ein Jahr später, 2000, wurde ein Nachfolger für die Leitung des Kirchenchors St. Medardus gesucht: Und so bin ich dazu gekommen , sagt Grothe und lacht. Bereut habe sie die Entscheidung nie, denn die Arbeit mit den rund 40 Sängerinnen und Sängern, die sehr engagiert sind, die mit viel Freude dabei sind, sei sehr bereichernd. Inzwischen ist die Mutterstadterin zudem noch seit 13 Jahren als Musiklehrerin in der musikalischen Früherziehung an der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises aktiv.

Beim Kirchenchor St. Medardus, der 1889 gegründet wurde, konnte Grothe auf eine lange Tradition aufbauen. Ich habe versucht, Neues da zu dem Repertoire, was bereits bestanden hat, zu bringen. Zugute kam ihr seinerzeit bei ihrem Amtsantritt beim Erwachsenenchor auch ihre langjährige Erfahrung als Chorsängerin: Ich habe viele großartige Dirigenten erleben können und mir einiges abschauen dürfen. Der Chor, der relativ gut in allen Stimmlagen vertreten ist , wie die Chorleiterin lobt, habe in den vergangenen 20 Jahren auch einige herausragende Konzerte gestaltet. Gemeinsam mit dem Chor der Schifferstadter Pfarrei St. Jakobus hatten die Mutterstadter das Magnificat von John Rutter einstudiert sowie viele weitere Konzerte, feierliche Gottesdienste mitgestaltet und auch einmal zum 130-jährigen Bestehen des Pfarr-Cäcilien-Vereins 2019 Wolfgang Amadeus Mozarts Krönungsmesse: Es war sehr viel los in den letzten Jahren. Zudem hat der Kirchenchor viele Reisen unternommen: Wir durften sogar einmal im Kölner Dom bei einer Andacht singen , erinnert sich Grothe.

Auf Singstunden und öffentliche Auftritte musste der Kirchenchor aufgrund der Corona-Pandemie bis auf wenige Monate im vergangenen Jahr verzichten. Zurzeit kann Grothe vor den Gottesdiensten nur mit einer kleinen Gruppe von acht Sängern proben: Sie singen dann während des Gottesdiensts auf der Empore für die Gottesdienstbesucher, die nicht singen dürfen , berichtet die Chorleiterin.

Ansonsten muss derzeit der Probenbetrieb ruhen, sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen: Die Gemeinschaft fehlt ebenso wie das Singen, der Wohlklang und das Erarbeiten von Liedern sowie das Vorstellen der Arbeit , weiß Grothe aus den Rückmeldungen der großen und kleinen Mitglieder: Die Seele leidet fürchterlich .

Die Vereinsvorsitzende Evi Muy und Angelika Grothe lassen sich trotzdem nicht unterkriegen: Wir gehen hoffnungsvoll ins neue Jahr. Sobald der Chorbetrieb wieder erlaubt sei, fangen wir wieder an! Auch auf eine noch länger andauernde Unterbrechung der normalen Singstunden müsse man sich jedoch einstellen: Ich kann nichts planen, weil ich nicht weiß, wann es wieder losgeht , sagt die Chorleiterin, die mit der Vorsitzenden versucht, den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten, ob telefonisch oder per Whatsapp. 

 

Jubiläum im Pilger 2020

Region Vorderpfalz
Patronatsfest in Mutterstadt
Kirchenchor ehrt langjährige Sänger, Fördermitglieder und seine Dirigentin Angelika Grothe

Das Fest der heiligen Cäcilia, das am 22. November begangen wird, ist alljährlich auch der Festtag der Kirchenmusik und der aller Sängerinnen und Sänger. Denn die heilige Cäcilia gilt als Patronin der Kirchenmusik. Trotz der Corona-Pandemie durften in Mutterstadt die Musik und der Gesang an diesem Tag nicht fehlen.
Die Dirigentin der Sängergemeinschaft, Angelika Grothe, hatte die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors St. Medardus zu einem festlichen Gottesdienst in die gleichnamige Kirche eingeladen, den sie selbst gesanglich und mit der musikalischen Begleitung eines Vokalensembles umrahmte. Der Gottesdienst wurde per Livestream im Internet übertragen.
Gleichzeitig wurde das 20-jährige Dirigentenjubiläum von Angelika Grothe begangen. Die Vorsitzende des Pfarr-Cäcilien-Vereins Mutterstadt, Eva Muy, gratulierte Angelika Grothe zu diesem Jubiläum und hob ihre Energie und Tatkraft hervor, durch die sie mit dem Chor vieles auf den Weg gebracht habe. In allen Facetten des Gesangs habe sie mit Mühen und Ansporn den Chor motiviert und damit auch die Zuhörer mit dem dargebotenen Gesang begeistert.
Viele Kirchenkonzerte seien erfolgreich durchgeführt worden. Aber auch auf der weltlichen Bühne habe sich der Chor sehr gut präsentieren können. Eva Muy erinnerte in diesem Zusammenhang an das 1250-jährige Ortsjubiläum von Mutterstadt, bei dem Angelika Grothe sämtliche Chöre auf der großen Palatinum-Bühne dirigiert habe.
„Bleibe weiterhin so musikalisch, pflege deine Stimme, dass Sie uns noch lange in deiner tollen Stimmlage erhalten bleibt, und bleibe vor allem gesund", wandte sich Eva Muy an die Jubilarin.
Auch zwei Aktive wurden geehrt. Elisabeth Berkel, die seit 40 Jahren im Chor aktiv ist, wünschte Eva Muy „weiterhin so eine gute Stimme und dass du uns immer wieder mit deiner frohen, lustigen Natur ansteckst". Werner Rosenbaum, dessen Familie ebenfalls dem Kirchenchor angehört, erhebt seit 50 Jahren seine Stimme zum Lobe Gottes. „Lieber Werner, bleibe uns nach der Corona-Pandemie auch weiterhin mit deiner guten Tenorstimme als aktiver Sänger erhalten", legte die Vorsitzende dem Jubilar, der das Patronatsfest
per Livestream verfolgte, ans Herz. Beide Jubilare erhielten vom Diözesan-Cäcilien-Verband Speyer als Dankeschön ein Bild.
Auszeichnungen erhielten zudem zehn fördernde Mitglieder: Zwei unterstützen den Chor seit 70 Jahren, zwei seit 60 Jahren, ein Mitglied seit 50 Jahren und fünf seit 40 Jahren. Die Geehrten erhielten ein kleines Jubiläumsgeschenk. (E. MU.)

Unsere Dirigentin


Angelika Grothe leitet seit 2001 den Chor des Pfarrcäcilienvereins Mutterstadt. Sie hat 1983 am BKI in Speyer ihre Ausbildung zur C-Kirchenmusikerin gemacht. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Vermittlung von zeitgenössischer Chorliteratur, hier vor allem die Werke der derzeit lebenden englischen und deutschen Komponisten.

Frau Grothe singt selbst in verschiedenen Chören.

Unser Chor

Trotz der allgemein rückläufigen Entwicklung des Chorgesangs, zählt der Chor 47 Sängerinnen und Sänger. Davon singen 20 Sängerinnen im Sopran und 11 im Alt. Bei den Männern sind es 7 Sänger im Tenor und 9 im Bass. Etwa 20-25 Auftritte pro Jahr finden vor allem bei kirchlichen Anlässen statt. Daher ist auch das Liedgut besonders durch die Vielfalt des Kirchenjahres geprägt. So werden lateinische Messen ebenso einstudiert wie das moderne zeitgenössische Liedgut. Aber auch das Repertoire zu verschiedenen weltlichen Anlässen wird durch das Erlernen von passenden Liedern gepflegt und erweitert. Durch ihre lockere und zügige Arbeitsweise gelingt es Dirigentin Angelika Grothe sehr gut, die Singstunden interessant und kurzweilig zu gestalten.

Bei gemeinsamen Auftritten mit dem Jungen Chor und der Singschule der Pfarrgemeinde, ebenfalls in den bewährten Händen von Angelika Grothe, verleihen die jungen Stimmen dem Chor einen hervorragenden Klang. Angesichts dieser guten Konstellation darf der Pfarr-Cäcilien-Verein zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Die Singstunden finden jeden Dienstag um 20:00 Uhr im Pfarrheim, Friedrichstraße 2 statt. Nach der Singstunde um 21:30 Uhr lassen einige der Sängerinnen und Sänger den Tag in gemütlicher Runde ausklingen. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, schauen Sie doch einmal ganz unverbindlich vorbei. Wir freuen uns auf jedes neue Chormitglied.